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Val Medel historisch Landwirtschaft Mutschnengia

Landwirtschaft früher

Vor rund 150 Jahren war die Val Medel nicht so leicht erreichbar wie heute. Die Strasse nach Disentis war weniger gut ausgebaut, teils sogar gefährlich. Daher wurden in der Val Medel auch viel Getreide und Kartoffeln angebaut, um die Lebensmittelversorgung sicherzustellen. Bilder von anno dazumal zeigen, dass selbst in den steilsten Hängen Getreide angebaut wurde.

Da die Vegetationszeit für den Anbau von Getreide sehr kurz war, wurden die Felder im Frühling mit Asche bestreut, damit der Schnee schneller wegschmolz. Das Getreide wurde nach der Ernte im Herbst auf Kornhisten aufgehängt, damit es dort ausreifen und trocknen konnte. Plaun Curaglia, die Ebene unterhalb des Dorfes, war voller solcher freistehenden Kornhisten, auch «chischnès» genannt. Auch an den Ställen wurden Getreidebündel aufgehängt. Diese Konstruktionen nannte man «talinas». Drei noch bestehende Kornhisten im Tal wurden saniert und können besichtigt werden.

Getreide als Tierfutter wurde in der Val Medel bis in die 90er Jahre angebaut. Der höchste bekannte Standort zum Getreideanbau ist Dentervals auf rund 1600 Metern über Meer.

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